UNTER
DIE HAUT
Viele Menschen haben in ihren Biografie etwas erlebt, das ihnen unter die Haut ging.
Einen Moment, der sie in eine Lage gebracht hat, die ihr Leben tief veränderte. Manchmal aber auch im Negativen.
Letzteres führt oft zu dramatischen Folgen. Erlebnisse wie Drogenabhängigkeit, Obdachlosigkeit, Sexarbeit, Depression, HIV-Erkrankungen sind unumkehrbar. Sie gravieren sich ein.
Die AIDS-Hilfe Frankfurt (AHF), die bei vielen dieser Themen nicht nur berät, sondern auch konkrete Hilfe anbietet, dokumentiert jetzt, in Kooperation mit McCann Erickson und Kontrastfilm einige dieser Geschichten, die unter die Haut gingen.



Wir haben etwas erlebt, das uns unter die Haut ging.

Kathrin berichtet über Depression
Kathrin hat sich den Diagnoseschlüssel für eine Form der Depression hinter das rechte Ohr tätowieren lassen. Nach einer Phase tiefer Niedergeschlagenheit und des Unverständnisses aus ihrer Umgebung empfand sie die Diagnose als Befreiung: Endlich hatte ihr Erleben einen Namen. Heute sagt sie, dass ihr die Depression manchmal Perspektiven eröffnet, die ihr ohne die Erkrankung verborgen geblieben wären.

Ricky berichtet über Drogen und Gewalt
Ricky hat als Kind schwere häusliche Gewalt durch ihren Vater erlebt. Um die Kälte und die Angst zu betäuben, suchte sie Wärme und Trost im Heroinkonsum. Der Teufel, den sie sich damals auf den Unterarm tätowieren ließ, fühlte sich lange wie ein Symbol ihrer inneren Kämpfe an. Heute jedoch weiß sie, dass sie ihn besiegen kann.

Ludwigo berichtet über
HIV
Ludwigo erhielt in den Achtzigerjahren die Diagnose HIV. Unwissenheit und Angst waren groß und positive Menschen mussten viel Stigmatisierung erleben – bis hin zu Überlegungen, sie mit einer Tätowierung zu markieren. Lange lebte er mit der Erwartung, nicht mehr viel Zeit zu haben, ließ sich aber dennoch nicht unterkriegen. Heute sieht er sein selbstgewähltes Sonnen-Tattoo als Bestimmung dafür, anderen Menschen mit seinen eigenen Erfahrungen zu helfen.
"Unser Kampf hat sich gelohnt: Heute gibt es Medikamente, die dich schützen – und dafür sorgen, dass HIV-positive Menschen nicht mehr ansteckend sind."
Filme
Ricky
Kathrin
Ludwigo
Danke an alle Beteiligten:
Protagonist*innen
Ludwigo
Ricky
Kathrin T.
Foto-Protagonist*innen
Steve W.
AIDS-Hilfe Frankfurt | AHF
Achim Teipelke
Carsten Gehrig
Helen Hammerton
Susanne Krause
